Das Elbzollhaus wurde 1789 nach Plänen von Friedrich Wilhelm von Erdmannsdorff im Auftrag des Fürsten Franz gebaut. 1787 hatte der Fürst eine neue Dessauer Elbbrücke errichten lassen, nachdem die alte vom Hochwasser weggerissen worden war.

Vom Elbzollhaus aus wurden vorübergehende Schiffer zur Kasse gebeten. 47 Zollstellen gab es Anfang des 17. Jahrhunderts entlang der Elbe. In Anhalt gab es insgesamt vier Zollstellen, eine in Coswig, eine in Roßssau, eine in Dessau und eine in Tochheim. Darüber hinaus wurde Jenen, die am Elbzollhaus an das andere Ufer wollten, ein Fähr- bzw. Brückengeld abverlangt. Nachdem der Elbzoll abgeschafft war, diente das Zollhaus nur noch Wohnzwecken und verfügte teilweise auch über einen Ausschank. Es blieb aber in Herzoglichem bzw. Staatlichem Besitz.

1877 kaufte die Berlin-Anhaltische Eisenbahngesellschaft das Haus samt Grundstück, um die Eisenbahnbrücke zu errichten. Neun Jahre später erwarb es ein Brückenbauer und 1919 wurde das Objekt zwangsversteigert und ging an den Gastwirt Karl Henning. 1927 erwarb es der Mitteldeutsche Regatta-Verein, der 1945 auf Befehl der sowjetischen Militäradministration in Deutschland enteignet worden war. Das Grundstück wurde der Stadt Dessau überschrieben, die es an die Stadt Rosslau verpachtete.

 

Von den Rosslauern wurde das Haus bis zur Wende als „Station Junger Techniker und Naturforscher“ genutzt. Seit 1990 stand das Haus leer. Im Jahr 2000 kündigte eine Investorengruppe an, das Gebäude mit einem Elbterrassen-Restaurant und einem Handwerksbetrieb wiederzubeleben. Zu einer Eröffnung kam es nicht.

 

Die neuen Besitzer stellten die Restaurierungsarbeiten an den historischen Gebäuden fertig und setzten Ihre Pläne zum Umbau der Räumlichkeiten zu einer Pension mit angeschlossener Veranstaltungsgalerie um. Seit 2008 wird nun gebaut und ein neues Konzept entwickelt. Die Fertigstellung des neuen „Elbzollhauses“ ist für den 1.5.2010 geplant. Eine Pension mit Ferien-Wohnungen, Frühstücksraum mit Elbblick, großzügige Gartenlandschaft mit Zugang zur Elbe, Kinderspielplatz, Vinothek  und eine Galerie für Veranstaltungen bis 70 Personen mit Terrasse zur Elbe werden ab dem Frühjahr Gästen zur Verfügung stehen.

Die Lage des Elbzollhauses ist perfekt für Kurzreisende und Urlauber, die Dessau und seine Umgebung kennenlernen wollen. Mitten im Gartenreich, direkt am Lutherweg sowie in unmittelbarer Nähe zum Elberadweg,  dem Mulderadweg und dem Fürst Franz Weg gelegen, eignet sich das Elbzollhaus als idealer  Ausgangspunkt für Touren. Ob ins Gartenreich nach Wörlitz, der Lutherstadt Wittenberg, Ferropolis  „Stadt aus Eisen“ , den Meisterhäusern und dem Bauhaus oder zum Naherholungsgebiet Goitzsche, das in einem ehemaligen Tagebau in der Chemieregion Bitterfeld entstand.

Von hier aus sind Sie alle diese Ziele gut zu erreichen. Mit dem Rad, zu Fuß oder mit dem Auto. Der nächst gelegene Bahnhof ist im Ortsteil Rosslau, und in nur 15 min zu Fuß erreichbar.  

Für Konzeptentwicklung und den Betrieb sind wir als Pächter verantwortlich. Wir möchten unseren Gäste gute Gastgeber sein und ihnen unsere „Stadt im Grünen“  - Dessau-Rosslau und das „Gartenreich“ vorstellen und Sie für unsere Stadt, Kultur und Natur begeistern.

Familie Richter



AKTUELLE PRESSEBERICHTE GIBTS HIER